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Privatwald Förderung und Entlastung privater Waldeigentümer

 

Förderung

Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) - Förderbereich 5: Forsten


 

Förderbereich 5 A. Naturnahe Waldbewirtschaftung

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Förderschwerpunkte:

  • Ziel: Förderung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zur Sicherung der Waldfunktionen
  • Förderfähige Maßnahmen:
    • Vorarbeiten wie Untersuchungen, Standortgutachten, fachliche Stellungnahmen, die der Umstellung auf eine naturnahe Waldwirtschaft dienen,
    • Waldumbau, Weiterentwicklung, Wiederherstellung standortgerechter Laubbaum- u. Mischbestände durch Saat u. Pflanzung; Nachbesserungen, wenn bei geförderten Kulturen Ausfälle > 30% der Pflanzenzahl o. 1 ha zusammenhängende Fläche aufgetreten sind
    • Jungbestandspflege - Mischungs- und Standraumregulierung in jungen Beständen (Durchschnittsalter bis zu 15 Jahre)
    • Bodenschutzkalkung zur strukturellen Verbesserung der Bodenstreu, des Bodens oder des Nährstoffhaushalts
  • Förderung erfolgt mit Zuschüssen, die für die einzelnen Maßnahmen unterschiedlich sind und zwischen 30% und 90% liegen
  • Beihilfegrenze der De-minimis-Regelung von 200.000 EUR über drei Steuerjahre findet bis 2023 keine Anwendung

Förderberechtigte:

  • Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen sowie anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse u. denen gleichgestellte Zusammenschlüsse im Sinne des Bundeswaldgesetzes (BWaldG)
  • natürliche Personen

Laufzeit:

  • 31.12.2022

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Förderbereich 5 B. Forstwirtschaftliche Infrastruktur

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Förderschwerpunkt:

  • Ziel: Erschließung von Waldgebieten für eine Bewirtschaftung, Prävention und Abwicklung von Schadereignissen
  • Förderfähige Maßnahmen:
    • Neubau, Befestigung und Instandsetzung forstwirtschaftlicher Wege
    • Errichtung von Holzkonservierungsanlagen (Erstinvestitionen zur Lagerung von Holz und die dafür erforderliche konservierende Behandlung)
  • Förderung erfolgt mit Zuschüssen, die für die einzelnen Maßnahmen unterschiedlich sind und zwischen 30% und 90% liegen
  • Beihilfegrenze der De-minimis-Regelung von 200.000 EUR über drei Steuerjahre findet bis 2023 keine Anwendung

Förderberechtigte:

  • Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen sowie anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse u. denen gleichgestellte Zusammenschlüsse im Sinne des Bundeswaldgesetzes (BWaldG)

Laufzeit:

  • 31.12.2022

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Förderbereich 5 C. Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse

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Förderschwerpunkte:

  • Ziel: Verbesserung der Waldbewirtschaftung und Überwindung von Strukturhemmnissen
  • Förderfähige Maßnahmen:
    • Projektförderung für forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse wie Waldpflegeverträge, Mitgliederinformation und –aktivierung, Zusammenfassung des Holzangebots sowie Professionalisierungen

Förderberechtigte:

  • Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen sowie anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse u. denen gleichgestellte Zusammenschlüsse im Sinne des Bundeswaldgesetzes (BWaldG)
  • natürliche Personen

Laufzeit:

  • 31.12.2020

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Förderbereich 5 E. Vertragsnaturschutz Wald

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Förderschwerpunkt:

  • Ziel: Lebensraumtypische biologische Vielfalt
  • Förderfähige Maßnahmen:
    • Bewirtschaftung, Pflege oder Nutzungsverzicht nach naturschutzfachlichen Vorgaben

Förderberechtigte:

  • Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen sowie anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse u. denen gleichgestellte Zusammenschlüsse im Sinne des Bundeswaldgesetzes (BWaldG)
  • natürliche Personen

Laufzeit:

  • 31.12.2022

Kontakt:

Förderbereich 5 F. Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald

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Förderschwerpunkt:

  • Ziel: Die Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald
  • Förderfähige Maßnahmen:
    • Maßnahmen zur bestandes- und bodenschonenden Räumung von Kalamitätsflächen
    • Waldschutz
    • Wiederaufforstung

Förderberechtigte:

  • Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen sowie anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse u. denen gleichgestellte Zusammenschlüsse im Sinne des Bundeswaldgesetzes (BWaldG)
  • natürliche Personen

Laufzeit:

  • 31.12.2022

Kontakt:

Weitere Förderungen Bund und Europäische Union (EU)


 

Investitionsprogramm Wald

(Richtlinie für Investitionszuschüsse zu Digitalisierung und Technik für die nachhaltige Waldwirtschaft)

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Förderschwerpunkte:

  • Förderziel: Unterstützung bei der Kalamitätsbewältigung, der Aufrechterhaltung der nachhaltigen Forstwirtschaft und der Anpassung der Wälder an den Klimawandel verbunden mit einer Verbesserung der betrieblichen Wertschöpfung und des forstwirtschaftlichen Potenzials.
  • Förderfähig sind moderne Forsttechnik wie Maschinen und Geräte sowie IT-Anwendungen, die Anforderungen an Arbeitssicherheit, Ergonomie, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit in besonderem Maße erfüllen. 
  • Förderfähige Maßnahmen:
    • Maschinen und Geräte im Bereich Erzeugung von forstlichem Pflanzgut, die nach dem aktuellen Stand der Technik besonders leistungsfähig und damit in besonderem Maße geeignet sind, die Produktionsprozesse effektiver und effizienter durchzuführen.
    • Investitionen zur Holzbearbeitung, die bis zu der Holzvermarktung anfallen (keine Förderung der industriellen Verarbeitung).
    • Gebäude und Anlagen, die Forstbetrieben und forstlichen Dienstleistern zum Werterhalt ihrer Produktionsgrundlagen und Erzeugnisse dienen. Voraussetzung für Förderung ist, dass Gebäude und Anlagen die von den Ländern festgelegten besonderen Anforderungen an den Ressourcenschutz erfüllen.
    • IT-Ausstattungen (Hard- und Software) für folgende Einsatzbereiche:
      • Logistik in Forstwirtschaft und Holztransport,
      • forstliche Mess- und Erfassungstechnik,
      • Waldbewirtschaftungsplanung inklusive Standortkunde.
  • Förderung wird als direkter Zuschuss in Verbindung mit einem zinsgünstigen Programmkredit der Landwirtschaftlichen Rentenbank gewährt.
    • Förderhöhe: bis zu 40 % der förderfähigen Investitionssumme.
    • Mindestinvestitionsvolumen je Antrag: 10 000 Euro.
    • Ausnahme bei baulichen Maßnahmen: beihilfefähige Kosten sind beschränkt auf:
      • 7 Euro je Festmeter Lagerkapazität für Nasslagerplätze,
      • 36 Euro je Kubikmeter umbauter Raum bei Betriebsgebäuden (z. B. Maschinenhallen, Lagerhallen für Holzprodukte und Baumschulerzeugnisse).
    • Insgesamt darf die Förderung 400 000 Euro je Zuwendungsempfänger im Geltungszeitraum dieser Richtlinie nicht überschreiten.

Förderberechtigte:

  • natürliche oder juristische Personen des Privat- oder öffentlichen Rechts als Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen,
  • forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse im Sinne des § 15 des Bundeswaldgesetzes, soweit ihr Zweck auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet ist,
  • die nach § 39 Absatz 1 des Bundeswaldgesetzes den Forstbetriebsverbänden gleichgestellten Forstverbände, soweit ihr Zweck auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet ist,
  • forstliche Dienstleistungsunternehmen wie Lohnunternehmen oder forstliche Sachverständige,
  • Forstbaumschulen, die gemäß § 17 des Forstvermehrungsgutgesetzes angemeldet sind, mit Beschränkung auf bestimmte Fördergegenstände.

Laufzeit:

  • Antragspause ab 25.11.2020 
  • Aussetzung der Antragstellung bis auf weiteres
  • Informationen auf www.rentenbank.de

Kontakt:

  • Landwirtschaftliche Rentenbank
    Postfach 10 14 45
    60486 Frankfurt am Main
    Telefon Förderberater: 069 / 2107-800

    www.rentenbank.de

Waldklimafonds

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Förderschwerpunkte:

  • Maßnahmen zur "Erhöhung der Anpassungsfähigkeit von Wäldern an den Klimawandel" (Förderschwerpunkt 1)
  • Maßnahmen zur "Sicherung und Erhöhung der CO2-Speicher- und Senkenfunktion der Wälder sowie die Vermeidung von Treibhausgasemissionen" (Förderschwerpunkt 2)

Art und Höhe der Mittelvergabe:

  • Zuwendungen für Maßnahmen der Förderschwerpunkte 1 und 2 können bei privaten und kommunalen Zuwendungsempfängern bis zu 90 % der zuwendungsfähigen Ausgaben betragen. Sie werden auf dem Wege der Projektförderung auf Ausgabenbasis als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

  • Der Zuschuss wird als Anteilfinanzierung gewährt und auf einen Höchstbetrag begrenzt.

  • Für Maßnahmen der Neuanlage von Mischwäldern (Erstaufforstung) wird als Aufforstungsprämie nur eine Festbetragsfinanzierung gewährt. Unbezahlte, freiwillige eigene Arbeitsleistungen der Zuwendungsempfänger und ihrer Familienangehörigen (Eigenleistung) im Privatwald sind bis zu 80 % der Ausgaben förderfähig, die sich für vergleichbare Lohnkosten bei der Durchführung dieser Arbeiten im Staatswald ergeben würden.

Förderberechtigte:

  • natürliche oder juristische Person des privaten- oder öffentlichen Rechts, ein nach Bundeswaldgesetz anerkannter forstwirtschaftlicher Zusammenschluss oder eine Personenvereinigung sein, die ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland hat
  • Maßnahmen im Bereich des Kleinprivatwaldes sind möglichst gemeinschaftlich von einem geeigneten Träger (z. B. forstwirtschaftlicher Zusammenschluss, Körperschaft des öffentlichen Rechts) abzuwickeln.

Kontakt:

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)

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Förderschwerpunkte:

  • Maßgebend sind die von den Bundesländern erarbeiteten ELER-Länderprogramme, welche die regionalspezifischen Ziele und Maßnahmen zur Förderung der ländlichen Entwicklung definieren. Sie basieren auf einer Analyse der jeweiligen Ausgangssituation und berücksichtigen die regionalen Stärken und Schwächen im Agrar-und Forstbereich. 
  • Förderfähige Maßnahmegruppen:
    • Landwirtschaft (einschl. Hochwasser-/Küstenschutz): rund 23 Prozent
    • Umwelt-/Klimaschutz/Forst: rund 47 Prozent
      • zu den Forstmaßnahmen zählen: Umbau kalamitätsgefährdeter Wälder, Anlage/Unterhaltung von Wundstreifensystemen, Wasserentnahmestellen und Hauptfahrwegen sowie investive Vorhaben zur Steigerung des Freizeitwerts von Wäldern 
    • Ländliche Entwicklung: rund 16 Prozent
    • LEADER: rund 12 Prozent und
    • Technische Hilfe: rund 2 Prozent.
  • Förderung erfolgt als Projektförderung in Form von Zuschüssen als Voll- oder Anteilsfinanzierung
  • Länder bestimmen die Höhe in ihren jeweiligen Richtlinien zu den Einzelprogrammen

Förderberechtigte:

  • natürliche und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts als Eigentümer oder Besitzer land- und forstwirtschaftlicher Flächen

Laufzeit:

  • 31.12.2020

Kontakt:

  • Seitens des Bundes ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Ansprechpartner
    • Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
      Deichmanns Aue 29
      53179 Bonn
      Telefon: +49 228 / 6845 - 3837
      Telefax: +49 30 / 1810 6845 - 3837
      E-Mail: zedea(bei)ble.de
      Internet: www.ble.de
  • Im Forstbereich werden Anträge auf ELER-Förderung von den Forstbehörden (Forstamt, Landesforstbetrieb, in einigen Ländern auch Landwirtschaftskammer oder andere Institutionen) entgegengenommen.

Fördersparte "Forstwirtschaft" der Landwirtschaftlichen Rentenbank

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Förderschwerpunkte:

  • Gefördert werden insbesondere waldbauliche Maßnahmen, die die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegenüber dem laufenden Klimawandel erhöhen wie:
    • Ausgaben für die Erstaufforstung,
    • Ausgaben für den klima- und standort­angepassten Waldumbau,
    • Ausgaben für Waldschutzmaßnahmen einschließlich Wildschutz und Vorbeugung von Waldbränden,
    • Ausgaben für Räumung, Lagerung und Wiederaufforstung bei Extremwetter- oder sonstigen Schadereignissen,
    • Ausgaben für den gemeinschaftlichen Maschinenkauf von Forstbetrieben und
    • Investitionen in gemeinschaftlich genutzte forstwirtschaftliche Infrastruktur (z. B. Holzlager bzw. Holzkonservierungsanlagen, Wegeinstandsetzung, Wasserführung)
  • Bis zu 100 % der förderfähigen Ausgaben können finanziert werden, wobei die Rentenbank das Darlehen nicht direkt, sondern über die Hausbank des Kreditnehmers vergibt. Zusätzlich zu dem zinsgünstigen Darlehen kann die Rentenbank einen Förderzuschuss gewähren.

Förderberechtigte:

  • Waldeigentümer, forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, Waldgenossenschaften und Pächter von Waldflächen jeder Rechtsform

Laufzeit:

  • 30.06.2021

Kontakt:

  • Landwirtschaftliche Rentenbank
    Postfach 10 14 45
    60014 Frankfurt am Main
    Telefon Förderberater: 069 / 2107-700

    www.rentenbank.de

Nachhaltigkeitsprämie Wald

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Förderschwerpunkte:

  • Förderzweck: Erhalt und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder
  • Prämie wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss einmalig gewährt:
    • für PEFC-zertifizierte Waldflächen 100 Euro/Hektar
    • für FSC-zertifizierte Waldflächen 120 Euro/Hektar
  • Voraussetzungen für Prämienzahlung:
    • Mindesauszahlungsbetrag 100 Euro/Hektar
    • Zertifizierung nach PEFC, FSC oder durch ein vergleichbares Zertifikat (die Zertifizierung kann unter bestimmten Bedingungen nachgereicht werden)
    • Flächennachweis durch SVLFG-Bescheid (entfällt bei Kommunen)
    • Verpflichtung, das Forstzertifikat mindestens 10 Jahre ab dem Zeitpunkt der Auszahlung der Beihilfe zu halten
    • De-minimis-Beihilfen der letzten drei Jahre dürfen nicht mehr als 200.000 Euro betragen
    • Weitere Voraussetzungen unter www.bundeswaldpraemie.de

Förderberechtigte:

  • Private und kommunale Eigentümer von Waldflächen
  • unter bestimmten Voraussetzungen auch Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse (FWZ) und Forstbetriebsgemeinschaften (FBG)

Laufzeit:

  • 31.12.2021

Kontakt:

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
OT Gülzow, Boldebucker Weg 1
18276 Gülzow-Prüzen

Tel. +49 (0)3843 6930 500
bundeswaldpraemie(bei)fnr.de

www.bundeswaldpraemie.de

Förderungen auf Länderebene


 

Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes im Wald

ÖKOKONTEN zur Kompensation von Eingriffen in die Natur

  • Unter Ökokonto-Maßnahmen sind naturschutzfachliche Aufwertungsmaßnahmen zu verstehen, die freiwillig und auf Vorrat durchgeführt und später als Maßnahme zur Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft verwendet werden. Die Eingriffsregelung des Bundesnaturschutzgesetzes schreibt vor, dass gestalt- und landschaftsbildverändernde und die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes beeinträchtigende Eingriffe in Natur und Landschaft, wie beispielsweise Ausweisung von Baugebieten, Straßen- und Leitungsbau, ausgeglichen werden müssen.

Verfahren:

  • Jeder Waldeigentümer kann sich um die Durchführung von vergüteten Kompensationsmaßnahmen oder in einigen Ländern auch um die Einrichtung eines Ökokontos bemühen. Auskunft darüber erteilen die zuständigen Forstämter und die Unteren Naturschutzbehörden. Der formelle Antrag zur Einrichtung eines Ökokontos muss bei der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde gestellt werden und rechtzeitig vor Beginn der Naturschutzmaßnahme erfolgen. Hinzuzufügen sind die Katasterunterlagen, ein Übersichts- und Lageplan sowie insbesondere die Dokumentation des Ausgangzustandes der Fläche, die Beschreibung der geplanten Maßnahme und die Angaben zur langfristigen Pflege der Fläche bzw. dem langfristig angestrebten Entwicklungsziel.
  • Auf einem genehmigten Konto können nur Maßnahmen des Naturschutzes gutgeschrieben werden, die freiwillig ohne öffentlich-rechtliche Verpflichtung durchgeführt wurden.
  • Für die Ökokonten-Regelung geeignet sind Flächen, die naturschutzfachlich aufgewertet werden können. Hochwertige Flächen, die bereits dem gesetzlichen Biotopschutz unterliegen, können nicht mehr in ein Ökokonto eingestellt werden. Auch dürfen keine anderen Förderungen oder Festlegungen auf den Flächen vorliegen.
  • Zur Sicherung der naturschutzfachlichen Qualität von Kompensationsflächen und ihres dauerhaften Erhalts werden die Ökokonto-Flächen rechtlich dauerhaft gesichert. Dies erfolgt im Regelfall durch eine Sicherung im Grundbuch oder durch die Überführung des Eigentums an eine öffentliche Stelle oder eine Stiftung.

Ansprechpartner und genehmigende Stellen:

  • Bei Anerkennung und Umsetzung der Maßnahme wird das Ökokonto anschließend von der Unteren Naturschutzbehörde geführt. Allein ihr obliegen Ein- und Ausbuchungsvermerke über vom Kontoinhaber vorgenommene Naturschutzmaßnahmen in einem Ausgleichsflächenkataster.

VERTRAGSNATURSCHUTZ - Landesförderung

  • Insbesondere für Vertragsnaturschutzmaßnahmen als wesentliche Säule des staatlichen Naturschutzes stehen Mittel der Bundesländer und Landkreise zur Verfügung. Der Vertragsnaturschutz ist ein strategisches Instrument der Naturschutzbehörden zur Erhaltung der Kulturlandschaft oder bestimmter Lebensräume für Tiere und Pflanzen im freiwilligen Zusammenwirken mit Grundstücksbesitzern. Für den Vertragszeitraum soll eine angepasste land- oder forstwirtschaftliche Nutzung einer Fläche im Sinne des Naturschutzes gesichert und naturschutzrechtliche Ge- und Verbote ergänzt werden.

Förderfähige Maßnahmen:

  • Informationen über die Fördermöglichkeiten von kooperativen Vertragsnaturschutzmaßnahmen, die im Landesinteresse liegen, erteilen die jeweiligen Unteren Naturschutzbehörden oder die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS).
  • Je nach regionaler Notwendigkeit werden mit dem Eigentümer land- bzw. forstwirtschaftlich genutzter Flächen bestimmte dem Naturschutz dienliche und somit im Interesse der Allgemeinheit liegende Nutzungsformen oder Pflegearbeiten auf dem Grundstück vertraglich vereinbart. Vertragsnaturschutzmaßnahmen haben in der Regel eine Laufzeit von mindestens 5 Jahren und sind darauf ausgerichtet, den Erhaltungszustand von Arten und Lebensräumen zu verbessern oder die Ziele des europäischen Naturschutzes (Natura 2000) zu unterstützen.

Ansprechpartner:

  •  Zuständig für die Antragstellung sind die Unteren Naturschutzbehörden der jeweiligen Kreise oder kreisfreien Städte. Die Einhaltung der Vertragsverpflichtungen wird jährlich mit EU-, Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln bezuschusst.

Finanzierung:

  • Stiftungen
    • Die Inanspruchnahme staatlicher Fördermittel, insbesondere für hochinvestive Naturschutzmaßnahmen, setzt gewöhnlich nicht unerhebliche Eigenanteile voraus. Um diese aufzubringen, können Gelder von Stiftungen im Bereich des Natur- und Umweltschutzes eingeworben werden.

    • Informationen zu Fördermöglichkeiten und Verfahrensabwicklungen geben die Stiftungen auf ihren jeweiligen Internetseiten. Beispiele deutscher Naturschutzstiftungen sind:

      • Allianz Umweltstiftung
      • Aktion Kulturland
      • Deutsche Bundesstiftung Umwelt
      • Edmund Siemers-Stiftung
      • Gregor Louisoder Umweltstiftung
      • Umweltstiftung Michael Otto
      • Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung
      • Heinz Sielmann Stiftung
      • Sparkassenstiftungen
      • Stiftung Rheinische Kulturlandschaft
      • Stiftung Unternehmen Wald
      • Zukunftsstiftung Landwirtschaft
      • Manfred-Hermsen-Stiftung
      • Stiftung Schorfheide-Chorin
      • Stiftung Zukunft Wald
      • Gute Wald Stiftung
  • Wirtschaftskooperationen
    • Etablierte Verfahren der Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen sind mittlerweile Kooperationen zwischen den Eigentümern von Naturschutzflächen mit Unternehmen oder Konzernen, die sich im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes engagieren wollen.

    • Sprechen Sie Unternehmen am besten direkt an und stellen Sie ihnen Ihr Projektkonzept vor.

  • Kompensationsmöglichkeiten

    • Zur aktiven Erhöhung der Treibhausgas-Speicherwirkung von Wäldern entwickelten sich in den zurückliegenden Jahren gemeinnützige Initiativen zur Einwerbung von Spendengeldern für den Schutz und die Neuanlage von Wäldern in Deutschland und weltweit.

    • Durch das Bereitstellen geeigneter Grundstücke bieten sich naturschutzfachlich sinnvolle Kooperationsmöglichkeiten zwischen Grundstückseigentümern und den besagten Initiativen zu beiderseitigem Vorteil.

Kontakt:

Sonstige Fördermöglichkeiten im Forstbereich

Bei den nachfolgend genannten Fördermaßnahmen handelt es sich um Förderungen auf Bundeslandebene.

Besondere Arbeitsverfahren in der Forstwirtschaft:

  • Teilweise bieten die Bundesländer finanzielle Fördermöglichkeiten auf der Grundlage landesspezifischer Verwaltungsvorschriften an, z. B. für bestands- und bodenschonende Verfahren der Holzbringung im Wald durch den Einsatz von Pferden.

Walderhaltungsabgaben:

  • Begünstigte von Waldumwandlungsgenehmigungen leisten auf der Grundlage der jeweils geltenden Landeswaldgesetze einen finanziellen Ausgleich durch sogenannte Walderhaltungsabgaben, wenn weder eine Erstaufforstung als Ersatzaufforstung noch sonstige Schutz- und Gestaltungsmaßnahmen im Wald möglich sind, um die nachteiligen Auswirkungen der Waldumwandlung auszugleichen.
  • Walderhaltungsabgaben stehen zweckgebunden zur Erhaltung des Waldes einschließlich der Verbesserung seiner Schutz- und Erholungsfunktionen zur Verfügung, z. B. für:
    • den Grunderwerb mit dem Ziel der Erstaufforstung,
    • die Erstaufforstung von Grundstücken,
    • die Rekultivierung von Landschaftsschäden mit dem Ziel der Aufforstung, soweit eine rechtliche Verpflichtung Dritter zur Rekultivierung nicht besteht,
    • die Anlage von Waldrändern für die Sicherung von Kulturen,
    • Maßnahmen zur Erhöhung der ökologischen Leistungsfähigkeit des Waldes und
    • Maßnahmen zur Erhöhung der Stabilität geschwächter Wälder.
  • Gewöhnlich dürfen Mittel aus der Walderhaltungsabgabe nicht für Maßnahmen eingesetzt werden, die zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Verwendung der Mittel mit anderen öffentlichen Mitteln förderfähig sind oder bei denen eine rechtliche Verpflichtung zu ihrer Durchführung besteht.

Zuschüsse zu Verjüngungskosten bei Waldbrandschäden:

  • Die Waldgesetze der Bundesländer sehen eine fristgemäße Wiederbewaldungspflicht nach flächigen Schadereignissen vor. Hierzu leisten einige Bundesländer auf Antrag und nach Maßgabe vorliegender Verwaltungsvorschriften Zuschüsse zu entstehenden Verjüngungskosten bei Waldbrandschäden im Körperschafts- und Privatwald, soweit vom Schädiger kein Ersatz zu erlangen ist. Die Bewilligungsstellen entscheiden nach pflichtgemäßem Ermessen.

  • Zuschussfähig sind gewöhnlich Ausgaben für:
    • gutachterliche Standortbewertungen,
    • Abräumkosten für abgestorbene Vorbestockung,
    • Kulturvorbereitung bei verjüngungsbehindernder Vegetation,
    • Bodenbearbeitung,
    • Verjüngung (Naturverjüngung, Saat, Pflanzung, Waldrandanlage),
    • Kulturpflege,
    • Schutz vor Wildverbiss und
    • Nachbesserungen.

Ansprechpartner:

  • Welche der genannten forstlichen Fördermöglichkeiten in den einzelnen Bundesländern verfügbar sind, darüber erteilen die Forstbehörden der Bundesländer (Forstamt, Landesforstbetrieb, in einigen Bundesländern auch die Landwirtschaftskammer oder andere Institutionen) Auskunft.
  • Ansprechpartner